Applaus für sanierten Schulbau

Rußheideschule: Der Altbau der Grundschule wurde kernsaniert. Die Schulfarbe Magenta begleitet die Kinder jetzt auf dem Weg in ihre Klassenräume

Mitte. Die Umbauarbeiten sind abgeschlossen. Das alte Schulgebäude der Grundschule Rußheide ist jetzt neu; fast zwei Jahre wurde daran gebaut.

Zur Eröffnung des Gebäudes veranstaltete die Schule ein Fest. Die Drittklässler der Rußheide sangen das Schullied „Anders als du“, das sie mit der Musikpädagogin Kerstin Belz eingeübt hatten. Begleitet wurden die Kinder an der Gitarre von den Lehrern Alexandra Brüggemann, Ingelore Samuel, Ulrike Artmeyer und Lukas Külker. Anschließend schnitt Schulleiter Ralf Drögemöller das Absperrband durch, das vor dem Schuleingang befestigt war. Drögemöller trug ein magentafarbenes Hemd, passend zur Schulfarbe – und zur Farbe im Treppenhaus des neuen Trakts.

„Zwischenzeitlich dachten wir sogar, dass das Gebäude nie fertig wird“, sagt Fördervereinsvorsitzende Kerstin Ponert mit einem Augenzwinkern. „Der Bau wirkte einfach so archaisch.“ Doch das Gebäude wurde fertig. Im Februar endeten die Arbeiten, dann wurde es eingerichtet. Jetzt wird der Altbau als Neubau genutzt.

Sechs Klassenzimmer finden auf zwei Etagen ihren Platz. Auf jeder Etage befinden sich zwei Differenzierungsräume, die ein ruhiges Arbeiten in Kleingruppen ermöglichen. Hinzu kommen Bibliothek und Computerraum mit 14 Rechnern im neuen Trakt. „Vorher hatten wir nur einen Raum für die Bücher und die Computer zusammen“, sagt Schulleiter Drögemöller. „Jetzt kann in zwei Räumen ohne Störung gearbeitet werden.“

Die Lehrer, Eltern und Kinder begutachteten die neuen Räume. Anschließend genossen sie bei gutem Wetter das Schulfest. Es gab eine Tombola, und die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Mitte unterhielten die Kinder mit ihrem Feuerwehrauto und dem Wasserschlauch. In der ebenfalls sanierten Sporthalle wurde Zumba getanzt und Rhönrad geturnt.

2001 hatte die Stadt ein Schulbausanierungsprogramm beschlossen, 2014 wurde der Altbau der Rußheideschule besichtigt und als vordringliche Maßnahme beschlossen. 2015 begann die Kernsanierung. Während dieser Zeit wurden sechs Klassen in einem Container auf dem Schulgelände untergebracht. Die anderen sechs Klassen der Rußheideschule haben ihre Räume im zweiten Gebäude der Schule, das nicht sanierungsbedürftig ist.

An der Planung waren der Immobilienservice der Stadt, das Schulamt und die Rußheideschule selbst beteiligt, Architekt für den Bau ist der Schloß Holte-Stukenbrocker Klemens Bittner. „Die Rußheideschule ist eine Schule des gemeinsamen Lernens, weshalb eine Barrierefreiheit berücksichtigt werden musste“, sagt Schulleiter Drögemöller. „Deshalb gibt es im erneuerten Gebäudetrakt erstmals eine Aufzug, der von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann.“ Das Baubudget des neuen Gebäudetrakts betrug 1,8 Millionen Euro.

 

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01 – Bielefeld West, Donnerstag 18. Mai 2017




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