Förderschule auf dem Weg zur Inklusion

Einweihung: Die Ernst-Hansen-Schule stellt sich und ihr Förderkonzept offiziell vor.

Künstler des bei Bauarbeiten gefundenen Mosaiks als Namensgeber

Oldentrup (vivi). Seit einem Jahr ist sie im Betrieb, seit Sommer die letzten Bauarbeiten abgeschlossen: Jetzt hat sich die Ernst-Hansen-Schule am Krähenwinkel bei der offiziellen Einweihung vorgestellt.

„Wir sind eine Schule auf dem Weg zur Inklusion“, sagt Leiter Johannes Böttcher: „Es geht darum, sich von einer Zuweisungsschule zu einer Angebotsschule zu verändern“. Etwa 100 Gäste kamen zur Einweihung. Birgit Lütje-Klose, Professorin an der Universität, referierte zum Thema „Die Rolle der Förderschulen in einer inklusiven Schullandschaft“. „Die Schüler einer Förderschule entwickeln sich auf gleich mehreren Ebenen: Institutionell, interaktionell, und individuell“, erklärte sie.

Der Begriff „Förderschule“ soll ein neues Image bekommen und Sonderpädagogik als Serviceleistung wahrgenommen werden, so Lütje-Klose: „Das ist der Weg in ein inklusives Bildungssystem.“

Dazu tragen Kooperationsprojekte mit Unternehmen bei, die Schule und Betrieb zusammenbringen sollen, erläuterte Elmar Barella von der Handwerkskammer: „Der Fachkräftemangel ist groß, motivierte Schüler haben daher eine gute Chance, eine Ausbildung bei uns zu finden.“ Während der Bauarbeiten der Schule ist ein Kunstwerk aus Mosaik entdeckt worden, das zuvor eingemauert war. Der Künstler, Ernst Hansen, wurde postum zum Namensgeber der Schule ernannt. Gottfried Jäger von der Fachhochschule kannte ihn persönlich. „Wir waren Atelier-Nachbarn“, sagte Jäger: „Ernst Hansen war ein toller Künstler. Schön, dass er jetzt auch Namenspatron der Förderschule ist.“

 

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03 – Bielefeld Süd, Samstag 21. November 2015



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