Hamfeldschule wird verkleinert

Schulausschuss: Der Teilstandort Kupferhammer wird mit Hauptstandort zusammengelegt

Bielefeld (mkp). Die Hamfeldschule hat mit einer sinkenden Schülerzahl zu kämpfen. Die Mitglieder des Sport- und Schulausschusses haben nun die nötige Konsequenz daraus gezogen und einstimmig beschlossen, dass sich die Schule ab kommendem Schuljahr am Hauptstandort in Schildesche konzentrieren wird. Der Teilstandort in Brackwede soll aufgegeben werden.


Seit diesem Schuljahr ist die ehemalige Schule am Kupferhammer, Förderschule der Primar- und Sekundarstufe I mit den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache, emotionale und soziale Entwicklung, Teilstandort der Hamfeldschule, die die gleichen Förderschwerpunkte anbietet. Aktuell besuchen 247 Kinder den Schulverbund, 64 davon werden Ende Juli – nach Beendigung der zehnten Klasse – die Schule voraussichtlich verlassen. Damit sinkt die Schülerzahl auf 183; das sind bereits weniger Schüler, als die Hamfeldschule zehn Jahre zuvor im Gebäude an der Hamfeldstraße alleine hatte, 144 ist die vom Land vorgeschriebene Mindestgröße.

Die Schulleiterin prognostiziert, dass zum Schuljahresbeginn 2016/17 am Teilstandort in Brackwede, Von-Möller-Straße, mit 75 Schülern die Mindestgröße für den Teilstandort von 72 zwar noch erreicht, dann aber im Verlauf des Schuljahres durch Fluktuation unterschritten wird. Deswegen schlägt die Schule vor, den Teilstandort bereits Ende des Schuljahres zu schließen. Denn auch die Anmeldezahlen für den Standort in Schildesche sind rückläufig. Sowohl die Verwaltung als auch die Politiker wollen diesen Vorschlag unterstützen. Das frei werdende Schulgebäude in Brackwede hat 20 Unterricht- und acht Kleingruppenräume. Diese sollen künftig für andere schulische Zwecke genutzt werden, wobei die benachbarte Brocker Grundschule Priorität hat. Im Hauptgebäude müssen nun geringe bauliche Anpassungsarbeiten, zum Beispiel die temporäre Teilung eines Großgruppenraumes, vorgenommen werden.

Laut Schulamtsleiter Georg Müller hat nicht nur die Hamfeldschule mit rückläufigen Zahlen zu kämpfen, alle vier städtischen Förderschulen sind betroffen. In der Sekundarstufe I seien die Zahlen um 50 Prozent zurückgegangen.

 

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03 – Bielefeld Süd, Mittwoch 01. Juni 2016



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