NRW gibt am wenigsten Geld pro Schüler aus

Nach Ländervergleich: Die Paderborner CDU kritisiert die Schulpolitik der Landesregierung

Düsseldorf/Paderborn (nw). Nordrhein-Westfalen gibt von allen Bundesländern am wenigsten Geld pro Schüler aus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden zahlen die Bundesländer im Durchschnitt 6.500 Euro pro Schüler. NRW rangiert gemeinsam mit dem Saarland mit nur 5.700 Euro auf dem letzten Platz des Vergleichs.


CDU-Politiker nehmen die Ergebnisse des Ländervergleichs, der anlässlich der Bildungsmesse „didacta“ in Köln veröffentlicht wurde, zum Anlass die Schulpolitik der Landesregierung zu kritisieren. Beispielsweise ist die Entwicklung für den Paderborner CDU-Ratsherrn Alois Lienen nicht weiter verwunderlich: „Die Landesregierung redet sich ständig damit heraus, dass der Schuletat der größte Einzeletat ist. Doch reicht das bei der Zahl der Schüler eben einfach nicht aus“, kritisiert der Vorsitzende des Schulausschusses.

Während die Bundesländer durchschnittlich pro Schüler 6.500 Euro ausgaben, waren es in Nordrhein-Westfalen nur 5.700 Euro. Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben ermittelte das Statistische Bundesamt für die Bundesländer Thüringen (8.100 Euro) und Hamburg (8.000 Euro).

„Das Land NRW versucht die offensichtlichen Defizite dadurch zu kompensieren, dass immer mehr Aufgaben, die eindeutig den Bundesländern obliegen, auf die Städte und Kommunen übertragen werden“, glaubt Lienen. „Doch diese Taktik ist zum einen leicht zu durchschauen, zum anderen können die Kommunen, die am Ende der Kette stehen, sich dagegen selten wehren.“

Dieses „Schwarze Peter-Spiel“ der Ministerin Silvia Löhrmann (Grüne) und der bildungspolitischen Sprecherin der Grünen, Sigrid Beer, sei nicht akzeptabel. „Auch die Schülerinnen und Schüler in Paderborn haben eine bessere Landesregierung verdient“, betonte Lienen.

 

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01 – Bielefeld West, Dienstag 23. Februar 2016




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